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4 weeks ago

DUST
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DUST

Starting off to Würzburg...DUST live at Mt. Doom II tonight!!! Come out and share some drinks with us! Hope to see you later! 🤘 ...

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DUST

Nice review from our Whores of Metal show!

www.facebook.com/1789792321243759/posts/2155107004712287/Bereits zum sechsten Mal findet im einzigartigen STEDEFREUNDER KRUG nun jenes noch viel einzigartigere Festival statt, welches unter dem noch immer Kopfschütteln provozierenden Namen „WHORES OF METAL“ firmiert und es sich zur Aufgabe gemacht hat, dem phonophilien ostwestfälischen Underground eine Plattform zu bieten.

Wieder ist es den Veranstaltern gelungen, ein paar tief im Untergrund verwurzelte Kapellen zu verpflichten – von denen lediglich SOULGATE bereits in vergangenen Jahren schon mal hier vertreten waren.

Und wieder hat es sich die lokale Presse nicht nehmen lassen, dieses Event bereits im Vorfeld gehörig zu promoten. Anders als in den vergangenen Jahren hat man diesmal jedoch dankenswerterweise darauf verzichtet, sich beim Versuch, den Namen des Happenings zu interpretieren, um Kopf und Kragen zu reden. Auch der wenig relevante Hinweis auf dem Barnes seine Tante, welche in grauer Vorzeit einmal just hier ihren 90. Geburtstag begangen haben soll, taucht erstmalig nicht mehr in den Kolumnen der Gazetten auf. Stattdessen liest man nun von harter und wilder Gangart oder faszinierender Kraft und Energie. Recht so!

Wie nicht anders zu erwarten, hat sich der STEDEFREUNDER KRUG seit unserem letzten Auftritt hier nicht um ein Iota verändert… oder seit unserem vorletzten… oder seit dem Richtfest im vorletzten Jahrhundert. DAS ist Old School! Hier ist die Welt noch schwarz-weiß. Hier trinkt man Bier und Wachholder - und keine REDBULL-Pisse oder APEROL-Spritz! Hier gibt’s noch senfverkleisterte Schnitzel auf Weißbrot oder’ne reelle Käsesemmel – nix mit Pulled Pork im probiotischen Dinkelwrap! Mehr true geht nicht! Hier sind wir richtig!

Anders als in den vergangenen Jahren ist diesmal keine Band kurzfristig ausgefallen; irgendwelche Missverständnisse dahingehend, wer was hätte mitbringen und zur Verfügung stellen sollen, hat’s offensichtlich auch nicht gegeben und selbst die Technik lässt uns diesmal nicht im Stich. Läuft!

Als erste Band des Abends feiern nun TRACE YOUR OWN SHADOW ihre Bühnenpremiere. Und wenn auch kaum ein Mensch je zuvor von TYOS gehört haben mag, besteht die Band – getreu den Statuten des „WOM“ aus einer räudigen Rotte altgedienter Rock’n’Roll-Veteranen. Musikalisch gibt’s einen schubladenzerberstenden Bastard aus Death- und traditionellem Metal, klassischen Rock-Harmonien und modernen Hard- bzw. Metalcore-Anleihen. Leider ist der Soundmann zumindest zu Beginn des Sets mit der vermutlich arg überdimensionierten PA ein wenig überfordert, so dass die melodischen Finessen der Songs leider etwas untergehen und sich der übrige Sound zu einem brachialen Death Metal-Klumpen manifestiert.

Als ganz spezielles Highlight hat das Quartett sich einen Coversong auf die Agenda gesetzt. Allerdings vergeht man sich mitnichten an den üblichen Verdächtigen wie IRON MAIDEN oder AC/DC – (kann ja auch echt kein Schwein mehr hören!) sondern hat sich „I Deny!“ von den legendären DAWN OF WRATH vorgeknöpft, welche vor zwanzig Jahren den Nordwesten der Bundesrepublik mit einem infernalischen Krach das Fürchten lehrten, den man heute vermutlich als Avantgarde-Noise-Post-Black-Metal-PowerViolence-Death-Punk abfeiern würde, welcher seinerzeit aber weitestgehend als öffentliches Ärgernis gebrandmarkt wurde. Als Verstärkung hat man bereits vorab SOULGATE-Schreihals Phil angeheuert. Nun stellt sich heraus, dass auch der ehemalige DAWN OF WRATH-Shouter Volker von Bödefeld im Publikum weilt. Spontan wird auch er auf die Bühne gezerrt und mit vorgehaltener Bierflasche gezwungen, jenen Song, den er selber wohl seit zwei Dekaden nicht mehr gehört, geschweige denn gesungen hat, mitzubrüllen. Was nun folgt, lässt sich vermutlich am besten als der Soundtrack zu einem Hieronymus-Bosch-Gemälde bezeichnen… Sechs garstige Gestalten, mit denen es Mutter Natur wahrlich nicht gut gemeint zu haben scheint, toben wie vom Beelzebub besessen durcheinander und veranstalten dabei eine infernalische Kakophonie, gegen die Tröten von Jericho wie ein Furz unter der Bettdecke anmuten. Martin Luther salbaderte dereinst: „Die Musik ist die beste Gottesgabe - und dem Satan sehr verhasst“ tja, dieser Unfug ist allerspätestens jetzt eindeutig widerlegt! Hail Satanas!

Während nun auf der Bühne umgebaut wird, gibt es nicht – wie bei normalen Konzerten üblich – GEMA-pflichtige Standardbeschallung aus der Dose, vielmehr hat sich im Thekenraum (alias: auf der „Mainstage der Herzen“) der Heavy Metal-Slam-Poet MICHA-EL GOHRE ans Katheder begeben, um seine herrlich zynische Sicht auf das Leben im Allgemeinen sowie das des gemeinen Schwermetallers im Besonderen der geneigten Hörerschaft ans stählerne Herz zu legen.

Im Saal geht es danach weiter mit SOULGATE. Nachdem wir uns im letzten halben Jahr aus verschiedensten persönlichen Gründen etwas rar haben machen müssen, nun endlich wieder Live On Stage! Und es fühlt sich gut an! Auch wenn spielerisch nicht alles hundertprozentig läuft und der Sound im Saal offenbar derart laut ist, dass so mancher die Flucht ergreift, dürfen wir wohl zufrieden sein.

Dann wieder Umbau, wieder Spoken-Word-Performance von MICHA-EL. Schon geil, wie der gute Mann es versteht, zwischen derben Späßen, subtiler Ironie und aufrichtigen Statements zur politischen Großwetterlage hin- und her zu oszillieren. In der linken Hand das Florett, in der Rechten einen groben Knüppel. (Und auf dem Pimmel eine Kasperle-Puppe). Guter Mann.

Hat der eine oder die andere soeben noch herzhaft gelacht, ist nun aber Schluss mit lustig: DUST schicken sich an, jeden Anflug von guter Laune vermittels einer tonnenschweren Doom-Walze zu zermalmen. Schön ist das nicht. Macht aber Eindruck. Ein einziger Gitarrenakkord aus einem mehrere Meter hohen Verstärkerturm packt Dich an der Gurgel und drückt Dich gegen die Wand, während Dir das archaische Dröhnen des Basses erbarmungslos die Klöten unter das Zwerchfell drückt. Die Drums martern dich mit der Gehässigkeit eines retardierten Folterknechtes, der Dir die Haut schön langsam vom Rücken reißt, damit Du länger diese Pein genießen kannst. Gebieter dieser Apokalypse ist jedoch der augenscheinlich einer altgriechischen Sage entstiegene Fronthüne. Ein Bär von einem Mann, zwei Meter groß… Steinmetz ist er. Man mag sich lebhaft vorstellen, wie dieser Koloss mit bloßen Händen gigantische Feldspatquader aus der Eiger-Nordwand herausreißt, um dann mit seinem blanken Gemächt „Requiescat In Pace!“ hinein zu meißeln. - Ob die vier epischen Lavakaskadenkantaten, die DUST hier ausstoßen, tatsächlich Musik oder einfach nur ein beeindruckendes Naturschauspiel sind, liegt definitiv im Auge des Betrachters… Geile Scheiße!

Und noch einmal MICHA-EL GOEHRE. Noch einmal hier, gleich neben der Theke auf einem Stapel Bierkisten stehend. Live und in Farbe und echt zum Anfassen. Es ist sicherlich nur noch ein Frage der Zeit, bis wir diesen Dichter & Denker auch mit einem abendfüllenden Programm auf 3SAT bestaunen dürfen und er für Mätzchen wie das „WOM“ einfach keine Zeit mehr hat – verdient hätt’er’s!

Und so schließt sich der Kreis: nachdem TYOS heute Abend ihre Jungfernfahrt absolviert haben und sich mit SOULGATE und DUST zwei echte Urviechformationen noch mal gehörig den Sand aus den Taschen geblasen haben, dürfen wir zum Abschluss einer echten Auferstehung beiwohnen: NAGASAKI ’45 ziehen noch mal den Knüppel aus dem Sack! Offiziell hat sich die in OWL verwurzelte und vom Thrash Metal beeinflusste Hardcore-Combo ja bereits 2006 aufgelöst und im Dezember 2009 noch mal für ein Konzert zusammengefunden. Doch jetzt ist endlich ein Nachschlag fällig! Musikalisch passt man insofern perfekt ins Billing, als dass man sich deutlich von den übrigen Bands unterscheidet und somit dem Krach-Kanon noch eine neue Note hinzufügt: Wo TRACE YOUR OWN SHADOW mit Melodien aufwarten, setzen N’45 auf Aggression, während SOULGATE mit progressivem Gepfriemel provozieren, lautet das Credo der SACKNAGER: „Stumpf ist Trumpf“ und die Slow-Motion-Direktive von DUST konterkariert man mit wüster Raserei! Dementsprechend rasten die 115 zahlenden Gäste auch zu vorgerückter Stunde noch mal amtlich aus.

Fazit: Auch die sechste Ausgabe des ultimativen Ostwestfälischen Heavy Metal Underground Headbang-Gangbangs war einmal mehr ein voller Erfolg. – Besten Dank an alle beteiligten Musiker, Micha-El Goehre, die komplette STEDEFREUNDER-KRUG-Crew, Soundmann Bernd und nicht zuletzt unsere tapferen Helferlein Alex, Christian und Uwe – die sich wie jedes Jahr redlich um Kasse und Merchandise gekümmert haben!
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DUST

Backstage @ Metal Inferno Festival yesterday.
Pic by Sascha Wohlgemuth best Roadie ever!
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09. November 2018 von Heiland
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